Dieser Titel ist eine echte "Perle" unter den Werken zum FamFG, die unbedingt Beachtung verdient.

Mit Nachhaltigkeit zum Erfolg

Was sind die Beweggründe für Unternehmen, sich mit der Nachhaltigkeit strategisch auseinanderzusetzen? Antworten auf diese interessante Frage liefert unter anderem ein Beitrag von Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel in der Zeitschrift The Performance Architect.

Immer mehr Unternehmen bemühen sich um eine nachhaltige und vor allem umweltgerechte Ausrichtung ihrer Aktivitäten. Die Frage ist, warum Unternehmens sich zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. In seinem Beitrag "Ökologieorientiertes Management als Führungsaufgabe" unterscheidet Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel drei Möglichkeiten. Im ersten Fall halten sich die Unternehmen an die geltenden Gesetze und beschränken sich bei ökologischen Fragen auf den Bereich des "Müssens". Verschärfen sich die Umweltbestimmungen, tun diese Unternehmen das, was nötig ist, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Die selektiven Umweltaktivisten

Nach Auffassung des Autors gehören die meisten größeren Unternehmen heute zur zweiten Gruppe, den "selektiven Umweltaktivisten". Diese Unternehmen beschäftigen sich bereits verstärkt mit der Umwelt und Nachhaltigkeit, erstellen Umweltberichte und ermitteln Kennzahlen. Mit einzelnen Aktionen können diese Unternehmen bei Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten durchaus überzeugen. Zu einer durchgängigen Perspektive werden "Ökologie und Nachhaltigkeit" für diese Unternehmen aber noch nicht. Dies führt nicht selten zu Widersprüchen und Missverständnissen.

Die Umweltprotagonisten

Zu den Umweltprotagonisten gehören nur wenige Unternehmen. Für diese Firmen ist eine nachhaltige Wertschöpfungskette von sehr viel größerer Bedeutung, sodass sie für einzelne Schritte in der Wertschöpfung aufwendigere und häufig auch teurere Verfahren einsetzen. Wie Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel erläutert, stehen diesem Nachteil aber auch einige Vorteile gegenüber. So können diese Unternehmen beispielsweise nicht von Veränderungen der Gesetzgebung überrascht werden, da sie bereits über die Mindeststandards hinausgehen.

Welche Strategie die richtige ist, hält der Autor für eine Frage des Einzelfalls. So lässt sich im Vorhinein nicht mit Gewissheit sagen, ob sich anfängliche Mehrkosten eines unternehmerischen Engagements als "Umweltprotagonist" am Ende in einem Mehrwert für das Unternehmen niederschlagen. Es ist zumindest nicht unrealistisch, dass Umweltprotagonisten im Vergleich mit Unternehmen der ersten Kategorie Kostennachteile erleiden.

Einige weitere Antworten auf die interessante Frage, warum sich Unternehmen verstärkt mit nachhaltigen und ökologischen Aspekten beschäftigen, finden Sie in der aktuellen Ausgabe von The Performance Architect.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Michael Konetzny.


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