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Digitales Marketing ergänzt die vorhandenen Kanäle

Während viele Trendforscher von den Möglichkeiten des digitalen Marketings eine Revolution der bisherigen Strategien erwartet haben, sehen das die Marketingverantwortlichen deutlich reservierter. Sie erwarten durch die erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten vor allem eine Ergänzung ihrer bisherigen Strategie und wollen nichts überstürzen. Das trifft sich mit den Wünschen der Verbraucher, die in erster Linie umfassend und offen informiert werden wollen.

Digitales, kundendatenbasiertes und dialogorientiertes Marketing gilt für viele Experten und Marktforscher mittlerweile als unverzichtbar. In der Realität sehen die Praktiker das wesentlich nüchterner, wie ein Beitrag in "Horizont" 25/2012 aufzeigt und dabei unter anderem die Studie "Die vertagte Revolution" von Camelot Management Consultants zitiert. Danach halten die befragten Unternehmen digitale Prozesse vor allem für eine Ergänzung ihrer bisherigen Strategie. 90 Prozent legen die Prioritäten auf die erweiterten Informationsmöglichkeiten zu Unternehmen und Produkten, der vernetzte und integrierte Aufbau aller Kontakt- und Informationspunkte ist dagegen nur für 40 Prozent wichtig. 90 Prozent sehen deshalb in der gestiegenen Geschwindigkeit der Kommunikation die größten Veränderungen des Marketings durch das Internet, 75 Prozent in der Individualisierung der Kommunikation.

Nur 24 Prozent geben an, das Internet habe zu einer Bündelung des digitalen Marketings in einer eigenen organisatorischen Einheit geführt. die Notwendigkeit, neue Kompetenzen aufzubauen, ist für 81 Prozent die Herausforderung, welche die digitale Strategie am meisten behindert und nur neun Prozent sehen in den virtuellen Vertriebskanälen eine Bedrohung für die etablierten Kanäle. Auch für die Verbraucher sind ausführliche Produktinformationen und Informationen darüber, wo man die Markenprodukte kaufen kann, bei Marken-Websites am wichtigsten. Generell schätzen sie an der Social-Media-Kommunikation von Marken am meisten, dass nützliche Informationen zum Produkt gegeben werden und die ständige Erreichbarkeit. Erlebnisse mit anderen dort teilen wollen dagegen die wenigsten. Dafür ist ihnen aber auch Ehrlichkeit und Offenheit und damit eine qualitativ andere Form der Kommunikation als in den etablierten Kanälen wichtig.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Susanne Görsdorf-Kegel.


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