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Die E-Bilanz kommt wie geplant

Nach Ablauf der Projektphase und Konsultationen zwischen der Bundesregierung und den Nutzern der elektronischen Bilanz (E-Bilanz) kann nach Informationen des Bundesfinanzministeriums (BMF) jetzt auch im Bereich der Bilanzen das digitale Zeitalter beginnen.

Spätestens bis 2013 soll die Kommunikation zwischen Finanzverwaltung und Unternehmen im Bilanzbereich komplett elektronisch erfolgen. Papierbasierte Verfahrensabläufe sollen dann endgültig der Vergangenheit angehören. Die E-Bilanz wird nach Auskunft des BMF wie geplant kommen und die Wirtschaftsteilnehmer könnten auf bereits getätigte Investitionen vertrauen.

Parlamentarische Staatssekretäre beim BMF und Bundeswirtschaftsministerium erklärten hierzu: "Die E-Bilanz wird mittelstandsfreundlich umgesetzt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entbürokratisierung. Auch auf kleine und mittlere Unternehmen wird Rücksicht genommen. Sie müssen nur die im Hauptbuch enthaltenen Bilanzposten elektronisch übermitteln."

Die elektronische Übermittlung von E-Bilanzen wird in den allermeisten Fällen erst für Wirtschaftsjahre ab 2013 verpflichtend, also - zusammen mit den elektronischen Steuererklärungen - frühestens im Jahr 2014. Für das Wirtschaftsjahr 2012 oder 2012/2013 steht es den Unternehmen frei, die Bilanz noch auf Papier abzugeben oder bereits elektronisch. Der Vorteil dieser Regelung sei es, dass getestet werden kann, ob alles funktioniert. Viele Unternehmen, steuerberatende Berufe und Softwarehäuser würden bereits mit Hochdruck an der Einführung der E-Bilanz arbeiten.

Die gefundene Regelung ist nach Angaben des BMF Ergebnis eines zusammen mit den Kammern, Verbänden und Unternehmen nach einer Pilotphase erarbeiteten Kompromisses, der den Belangen aller Beteiligten angemessen Rechnung trage. Im Lauf der Zeit werde die Umstellung Vereinfachungen und Effizienzgewinne bringen. Unzweifelhaft sei auch, dass eine differenzierte Datenübermittlung dazu beitrage, dass Rückfragen durch die Finanzämter bei den Unternehmen abnehmen und endgültige Steuerfestsetzungen schneller möglich würden. Der amtliche Datensatz der E-Bilanz werde kontinuierlich analysiert und bewertet. Ziel sei es, die E-Bilanz den praktischen Anforderungen fortlaufend anzupassen. In diesen Prozess würden - wie bisher auch - interessierte Vertreter der Kammern, Verbände und Unternehmen eingebunden.

Jeder müsse nur das ausfüllen, was ihn tatsächlich betrifft ("Mussfelder"). Es seien zudem Möglichkeiten geschaffen worden, damit das Buchführungswesen der Unternehmen bleiben kann wie es ist und auch eine dynamische Anpassung bei zukünftigen Rechtsänderungen möglich ist ("Auffangpositionen"). Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen könnten außerdem Unterstützung zum Einstieg erhalten ("Mittelständische Unternehmen").

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage des Bundesfinanzministeriums (Pressemitteilung vom 30.05.2012).

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA u. Dipl. Finanzwirt Holger Höwel.


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