Das Handbuch der Unternehmensumwandlung ist seit langem eine feste Größe in der Literatur zum Umwandlungsrecht.

Hartung zur Rechtsberatung - Für Generalisten wird es schwieriger

Kurznachricht zu "Rechtsrat ist (k)eine Ware!" von RA Markus Hartung, original erschienen in: AnwBl 2012 Heft 3, 231 - 236.

Der Autor behandelt in seinem Beitrag die Frage, was eigentlich Gegenstand der Rechtsberatung ist, um so Rückschlüsse auf die Entwicklung des "Marktes" für die Anwaltschaft ziehen zu können. Hartung stellt zunächst, nach einem kurzen etymologischen Exkurs, fest, dass die Rechtsberatung an sich keine "Ware" sei. Er greift, in Ermangelung vergleichbarer deutschsprachiger Studien, auf us-amerikanische Untersuchungen zurück, wie die "Rechtsberatung" ihrem Inhalt und ihrer Wertigkeit besser kategorisiert werden könne. Nach den vorgestellten Studien gibt es sog. "Rocket Science", bei der der Mandant komplexe, vielleicht sogar noch "ungelöste" rechtliche Fragen, insbesondere im Bereicht der Unternehmensgründung hat. Denn es gäbe noch die "Grey Hair-Bereiche", bei denen die Berater i.d.R. ebenfalls eine höhergradige Spezialisierung aufwiesen, insbesondere aber auch im Kontext ihrer Erfahrung berieten.

Diese beiden Bereiche werden, nach Hartung, vergleichsweise hoch vergütet. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung mache der Mandant eher bei sog. "Standard Services" (z.B. Inkasso) und "Customized Services" (alltägliche Rechtsfragen, persönliche Beratung). Bei diesen Beratungstätigkeiten müssten daher auch die Anwälte auf Effizienz und Effektivität achten, weil, insbesondere bei den "Standard Services" die Vergütung entsprechend geringer sei. Der Generalist unter den Anwälten habe es in der Zukunft daher regelmäßig schwer, weil auch die letztgenannten beiden Gruppen nicht nur von Berufsverbänden u. a. nichtanwaltlichen Beratern besetzt würden, sondern auch die Spezialisten solche Aufgaben sicherlich übernähmen. So geht, einmal mehr, auch Hartungs Rat zu einer Spezialisierung der Anwälte, auch wenn der Generalist noch nicht ganz "tot" sei.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Jens Clasen, FASteuerR.


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