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Bewertung von Rückstellungen nach HGB und IFRS im Vergleich - von Wulf

Kurznachricht zu "Bewertung von sonstigen Rückstellungen nach HGB und IFRS" von Prof. Dr. Inge Wulf, original erschienen in: PiR 2012 Heft 4, 117 - 124.

Rückstellungen sind nach HGB-Recht nach dem Vorsichtsprinzip anzusetzen, so dass eher ein Betrag über dem wahrscheinlichsten Wert anzusetzen ist. Nach den IFRS ist der wahrscheinlichste Wert anzusetzen. Die Autorin erläutert aber, dass sich die Bewertung der Rückstellungen nach HGB den Vorschriften der IFRS angenähert hat. Dies liege daran, dass HGB-Rückstellung nach einem vernünftigen notwendigen Erfüllungsbetrag zu bewerten (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB) sind und für Rückstellungen mit über einem Jahr Laufzeit eine Abzinsung vorgeschrieben ist (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Nach beiden Regelwerken seien zukünftige Preissteigerungen und zukünftige Kostensteigerungen zu berücksichtigen, wenn darauf objektive Hinweise vorliegen. Einen erheblichen Ermessensspielraum gewährten sowohl HGB als auch IFRS bei der Rückstellungsbewertung; beispielsweise bei langfristigen Schätzungen durch die Schätzung von künftigen Preissteigerungen. Unterschiedlich sind die beiden Vorschriften noch in Bezug auf den zu verwendenden Abzinsungszinssatz.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.


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