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GdW begrüßt Trendumkehr bei Baugenehmigungen

Neubauwohnungen mit günstigen Mieten sind aber Mangelware

"Die im Jahr 2011 deutlich gestiegenen Baugenehmigungen sind nach Jahren des Rückgangs ein positives Signal für den Wohnungsmarkt. Diese Trendumkehr ist zu begrüßen und dringend erforderlich um den bereits bestehenden Wohnraummangel in wachsenden Großstadtregionen in Deutschland nicht weiter zu verschärfen", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. "Nun kommt es darauf an, die politischen Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass dieser Trend auch langfristig anhält - und alle Einkommensschichten bedient, insbesondere auch die niedrigen und mittleren Einkommen", so Gedaschko. "Denn in Zukunft wird es mehr und mehr Single-Haushalte geben und die Altersarmut wird durch das sinkende Rentenniveau und fehlende Altersvorsorge zu einem immer größeren Problem. Günstiges Wohnen wird daher immer wichtiger."

Die Baugenehmigungen lagen um mehr als ein Fünftel (21,7 Prozent) über dem Vorjahresniveau. Somit wurden im vergangenen Jahr ersten Berechnungen zufolge insgesamt rund 228.400 Wohnungen genehmigt. Seit Anfang der 90er-Jahre hat es keinen derartigen Anstieg der Bautätigkeit mehr gegeben. Besonders stark stiegen 2011 die Genehmigungen von Wohnungen im Geschosswohnungsbau. Sie wuchsen gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel. Getragen wurde die Nachfrage vor allem durch den Neubau von Eigentumswohnungen, die um rund 42,4 % zulegten, während sich die Genehmigungen bei neuen Mietwohnungen lediglich um 10,2 % erhöht haben. Insgesamt wurden im Geschosswohnungsbau damit 2011 rund 85.000 Wohnungen auf den Weg gebracht.

"Angesichts des demografischen Wandels und der zunehmenden Zahl an Single-Haushalten ist der steigende Bedarf an kleineren Mietwohnungen keine überraschende Entwicklung", so Gedaschko weiter. "Allerdings wird der Wohnungsneubau auch 2011 wieder vorrangig im oberen Preissegment stattgefunden haben. Für sozial schwächer gestellte Menschen wird Wohnraum dagegen Mangelware."

Denn eine repräsentative Umfrage des GdW zum Neubau der rund 3.000 in seinen Regionalverbänden organisierten Unternehmen im Jahr 2010 hat gezeigt: Neubau fand vorrangig im oberen Preissegment statt. Dort liegen die Kaltmieten im Durchschnitt bei 8 Euro. Im unteren Preissegment (Mietendurchschnitt 5,74 Euro) wurde in den alten Ländern nur jede fünfte neue Wohnung errichtet. Dabei konzentriert sich der Bedarf auf einige wirtschaftlich dynamische Ballungsgebiete wie München, Hamburg, das Rhein-Main-Gebiet, aber auch Potsdam. Viele Regionen in Ostdeutschland haben dagegen noch mit Leerständen zu kämpfen, auch wenn diese dank erfolgreicher Rückbaumaßnahmen stetig sinken.

"Diese Umfrage hat bestätigt: Neubau ist durch die Anforderungen an die Energieeffizienz, aber auch durch die Preise für den Baugrund so teuer geworden, dass er sich in vielen Fällen nur noch im oberen Mietpreissegment rechnet", so Gedaschko. Das bedeute aber auch, dass gerade in den unteren Mietpreissegmenten, in denen der Wohnungsneubau besonders in den Ballungsgebieten dringend notwendig wäre, zu wenig passiere. "Um auch sozial schwächer gestellten Menschen weiterhin ausreichend Wohnraum bieten zu können, müssen die Bundesmittel für die Wohnraumförderung auch ab 2013 in mindestens gleicher Höhe von 518 Mio. Euro pro Jahr fortgesetzt werden", mahnte der GdW-Präsident. Sonst drohten erhebliche soziale Probleme in den Quartieren, bis hin zu einer sozialen Segregation. Der demografische Wandel, die Notwendigkeit energetischer Sanierungen im Gebäudebestand und der strukturelle Wandel der Wohnungsmärkte, der sich regional unterschiedlich vollzieht, erfordern ein höheres Maß an Engagement in der Förderpolitik. Zudem sei in vielen Wohnungsteilmärkten der Umbau von Bestandswohnungen für das bezahlbare familien- oder altengerechte Wohnen erforderlich.

Der GdW appelliert daher an Bund und Länder, den Wohnungsbau in den Ballungsregionen zielgerichtet zu fördern, um für viele Mieter untragbar hohe Preise zu verhindern. Dies könne insbesondere durch das Bereitstellen von preiswerten Bugrundstücken in ausreichendem Umfang geschehen, so Gedaschko.


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