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Betriebliche Ausbildung verbessert Jobchancen

Europas Jugend leidet unter der extrem hohen Arbeitslosigkeit. In Spanien oder Mazedonien hat mittlerweile jeder zweite Jugendliche keinen Job. Junge Menschen in Ländern, die wie Deutschland stark auf die betriebliche Ausbildung setzen, haben dagegen deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Krise der vergangenen Jahre lässt ein altbekanntes Problem deutlich zu Tage treten: In Europa liegt die Arbeitslosenquote der Jugendlichen mehr als doppelt so hoch wie die der Erwachsenen. Dies hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mitgeteilt, das in einer aktuellen Studie die Jugendarbeitslosigkeit in 33 europäischen Ländern untersucht hatte.

Seit der Jahrtausendwende stieg demnach die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in der EU um rund vier Prozent. 2011 waren in der EU 5,3 Millionen Jugendliche erwerbslos. Ihre Arbeitslosenquote belief sich damit EU-weit auf 21 Prozent. Bei den 25- bis 64-Jährigen waren es hingegen nur acht Prozent.

Als Grund für die deutlich höhere Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen nennen die DIW-Experten die fehlende berufliche Erfahrung. Zwar gebe es in Europa die Tendenz, dass Jugendliche länger in der Schule und den Universitäten theoretisches Wissen vermittelt bekommen. Aber: "Offensichtlich haben qualifizierte Jugendlichen wegen fehlender Berufserfahrung und mangelnder Praxisnähe schlechtere Beschäftigungschancen als Erwachsene", so der DIW-Arbeitsmarktökonom Karl Brenke.

Diese Vermutung wird auch durch die Tatsache unterstützt, dass in Ländern, in denen wie in Deutschland viel betrieblich ausgebildet wird, die Arbeitsmarktchancen der Jugendlichen spürbar besser sind als in Staaten, die vor allem auf eine schulische Qualifizierung setzen, erläutert Brenke. So haben Deutschland und Norwegen mit jeweils neun Prozent gemeinsam mit den Niederlanden, der Schweiz und Österreich (jeweils rund acht Prozent) die niedrigsten Arbeitslosenquoten unter Jugendlichen in Europa.

Ohnehin sei Deutschland eine Ausnahme in Europa. Nicht nur, dass hier die Jugendarbeitslosigkeit heute geringer ausfällt als noch 2008. Auch sind laut DIW qualifizierte Jugendliche hierzulande nicht benachteiligt gegenüber Erwachsenen. Die höhere Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sei vielmehr allein darauf zurückzuführen, dass unter den Arbeitslosen im jungen Alter ein höherer Anteil keine Ausbildung hat als unter den erwachsenen Arbeitslosen.

In Deutschland ist nach Einschätzung des DIW der Arbeitsmarkt für Jugendliche am offensten. Am stärksten im Nachteil seien Jugendliche dagegen in Italien sowie Schweden, Rumänien und Großbritannien.


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