Dieser Titel ist eine echte "Perle" unter den Werken zum FamFG, die unbedingt Beachtung verdient.

Kind und Karriere? Für viele noch undenkbar!

Junge Familien wollen heutzutage oft beides, Kinder und Karriere. Immer mehr Unternehmen reagieren darauf und richten etwa Betriebskitas ein. Die Bundesregierung verspricht, Krippenplätze auszubauen, während sie gleichzeitig das Betreuungsgeld für Mütter in Aussicht stellt, die ihr Kind zu Hause betreuen. So wundert es nicht, dass die meisten Deutschen glauben, es werde nicht genug für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie getan.

Nur vier Prozent der Menschen hierzulande sind der Ansicht, dass in Deutschland genug Krippen, Kindergärten und Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Knapp mehr als die Hälfte (51 Prozent) hält es sogar in der derzeitigen Situation für undenkbar, Kind und Karriere zu vereinbaren. 44 Prozent sehen eine Grundlage für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, denken aber, dass noch Anstrengungen unternommen werden müssen, um berufstätige Eltern zu unterstützen. Ein Prozent gibt an, über diese Frage noch nicht nachgedacht zu haben. Das ergab eine Umfrage des Karriereportals Monster. Von Mitte bis Ende April haben 627 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Online-Umfrage teilgenommen.

In den Nachbarländern Österreich und der Schweiz denkt dagegen nur knapp ein Viertel der Befragten, dass Familie und Beruf nicht unter einen Hut zu bringen sind. Grundlagen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen in Österreich 71 Prozent und in der Schweiz 62 Prozent. Wirklich zufrieden mit den Betreuungsmöglichkeiten sind jedoch in Österreich auch nur sechs und in der Schweiz zehn Prozent.

Mit Blick auf die Betreuungsangebote einiger europäischer Länder wie Frankreich und Schweden wird deutlich, dass in Deutschland noch viel getan werden kann. 2008 trat hier das Kinderförderungsgesetz (KiföG) in Kraft, das den Ausbau der Kindertagesbetreuung zum Ziel hat. Ab August 2013 hat jede Familie mit einem Kind im Alter von einem bis drei Jahren das Recht auf einen Betreuungsplatz. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, bleibt abzuwarten.

"Der Ausbau der Kindertagesbetreuung ist ein wichtiges Ziel einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik, vor allem im Hinblick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel", sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster. Aber auch Unternehmen können durch das Angebot von flexiblen Arbeitszeitmodellen, betrieblichen Betreuungs- und Wiedereingliederungsangeboten nach einer Babypause die Rückkehr qualifizierter Frauen in den Beruf unterstützen und für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sorgen, so Kraft.


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