Dieser Titel ist eine echte "Perle" unter den Werken zum FamFG, die unbedingt Beachtung verdient.

Verdi fordert Abschaffung des kirchlichen Sonderarbeitsrechts

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die diakonischen Arbeitgeber aufgefordert, nicht länger das kirchliche Sonderarbeitsrecht zu beanspruchen und den eigenen Beschäftigten endlich demokratische Grundrechte, das Streikrecht und das weltliche Tarifrecht zu gewähren.

Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen die sich in der Trägerschaft der Kirchen befinden, werden mehrheitlich durch den Staat finanziert. Trotzdem herrscht in diesen Einrichtungen das kirchliche Selbstbestimmungsrecht, während das gesetzliche Arbeitsrecht in den kirchlichen Einrichtungen außer Kraft gesetzt ist. Für Verdi ist dies ein Widerspruch: "Wer wie jedes weltliche Unternehmen agiert, muss auch das weltliche Recht anwenden".

Um die Kritik an der Haltung der Kirche auch symbolisch zu unterstreichen, wurde dem Verband diakonische Dienstgeber in Deutschland (VdDD) ein "schwarzes Schaf" verliehen und von Verdi gemeinsam mit Vertretern der Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen übergeben. Der VdDD habe sich in "herausragender Weise" für das kirchliche Sonderarbeitsrecht, den sogenannten "dritten Weg", eingesetzt. Nach Angaben von Verdi wird hierdurch den Beschäftigten das Streik- und Tarifrecht vorenthalten. Zudem werden Firmen auf Niedriglohn-Niveau ausgegliedert.

Ellen Paschke, Verdi-Bundesvorstandsmitglied, fordert stattdessen die Annahme des Forderungskatalogs der Magdeburger Synode, der unter anderem mehr Transparenz und Mitsprache der Beschäftigten anmahnt.

Aktuelle Umfrage bei BetriebsratsPraxis24.de: Sind die Sonderrechte für Kirchen beim Arbeitsrecht noch zeitgemäß? Stimmen Sie hier ab: www.betriebsratspraxis24.de/news/umfrage

Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Hartmann.


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