Das Handbuch der Unternehmensumwandlung ist seit langem eine feste Größe in der Literatur zum Umwandlungsrecht.

Nur noch jeder Zweite wird nach Branchentarifvertrag bezahlt

In Deutschland nimmt die Zahl tarifgebundener Betriebe weiter ab. Im Jahr 2011 arbeiteten nur noch rund 50 Prozent aller Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitgeteilt hat. Aber: Viele Arbeitnehmer profitieren indirekt.

Während in Westdeutschland 2011 noch gut die Hälfte (54 Prozent) der Arbeitnehmer nach Branchentarifvertrag bezahlt wurde, waren es in Ostdeutschland gerade noch 37 Prozent. Dies geht aus einer jährlichen Befragung des IAB unter mehr als 15.000 Betrieben hervor. Im Vergleich zu 2010 sank im Westen der Anteil um zwei Prozent, im Osten blieb er dagegen stabil.

Besonders deutlich wird der Bedeutungsverlust aber im Vergleich zum Jahr 1996. Damals arbeiteten in Westdeutschland noch 70 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag, im Osten waren es bereits damals nur 56 Prozent. "In der langen Sicht ist die rückläufige Tendenz eindeutig", kommentieren die Arbeitsmarktforscher Susanne Kohaut und Peter Ellguth die Ergebnisse ihrer Befragung.

In Ostdeutschland gilt heute für die Mehrzahl der Arbeitnehmer (51 Prozent) kein Tarifvertrag. Im Westen trifft das auf 39 Prozent aller Beschäftigten zu. In einem Betrieb mit eigenem Firmentarifvertrag arbeiten im Osten zwölf Prozent und im Westen sieben Prozent der Arbeitnehmer.

Allerdings profitieren laut IAB viele Beschäftigte indirekt doch von Branchentarifverträgen. 20 Prozent der westdeutschen und 25 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten 2011 nämlich in Betrieben, die sich an einem Branchentarifvertrag orientierten.


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