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Unternehmen suchen nur selten gezielt nach älteren Mitarbeitern

Trotz zahlreicher Appelle von Politik und Wirtschaftsverbänden sucht lediglich jedes zwölfte Unternehmen gezielt nach Arbeitnehmern über 50 Jahre. Zwar erkennen viele Betriebe die durch den demographischen Wandel verursachten Probleme, es mangelt jedoch nach wie vor an geeigneten Strategien, um darauf zu reagieren.

Um herauszufinden, nach welchen Personengruppen gezielt bei der Suche nach neuen Mitarbeitern gesucht wird, hat das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Mercer und die Bertelsmann Stiftung eine Studie durchgeführt, an der 218 Personen aus 200 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen. Danach sprechen nur acht Prozent der Betriebe gezielt Arbeitnehmer über 50 Jahre an und lediglich 8,3 Prozent suchen nach ausländischen Mitarbeitern. 15,4 Prozent der Unternehmen sprechen gezielt Frauen und 15,7 Prozent junge Menschen unter 30 Jahren an. Rund jedes fünfte Unternehmen arbeitet bei der Suche mit den örtlichen Schulen zusammen, 27,2 Prozent der Betriebe versuchen neue Mitarbeiter durch Kooperationen mit Universitäten zu gewinnen.

Geeignete Strategien fehlen

Obwohl jedes zweite befragte Unternehmen in der sich verändernden Altersstruktur ein betriebliches Konfliktpotenzial erkennt, wird die konsequente Förderung des Miteinanders verschiedener Generationen im Arbeitsalltag häufig vernachlässigt. Geeignete Maßnahmen scheitern nach Angaben der Befragten aus mehreren Gründen: 40 Prozent haben die Dringlichkeit des Themas noch nicht hinreichend erkannt, die Hälfte verfügt nicht über ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen, bei einem Drittel fehlen feste Verantwortlichkeiten für das Thema. Zudem kennen viele die konkreten Auswirkungen des demographischen Wandels für das eigene Unternehmen nicht: Mehr als ein Drittel der Unternehmen hat bisher keine Altersstrukturanalyse durchgeführt. Einige der Befragten konnten weder Zahlen zum Altersdurchschnitt noch zum Anteil der weiblichen Mitarbeiter oder der Auszubildenden nennen.

Laut Studie wird es noch einige Zeit dauern, bis der demographische Wandel in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt. Gegenwärtig sehen die Betriebe einen größeren Handlungsbedarf beim Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" sowie bei der Förderung der Veränderungsbereitschaft bei Beschäftigten und Führungskräften. Entsprechend rechnet auch nur jedes zweite der befragten Unternehmen damit, dass durch die "Rente mit 67" künftig mehr Arbeitsplätze für über 60-Jährige entstehen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Hartmann.


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