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Bauhauptgewerbe: Mindestlohn hat sich bewährt

Der Mindestlohn im Bauhauptgewerbe hat sich bewährt: Die Beschäftigten profitieren von höheren Löhnen, Jobverluste gibt es dadurch nicht, die Arbeitsbedingungen sind unverändert und die Wettbewerbsfähigkeit der Baubetriebe wird nicht negativ beeinflusst. Dieses Ergebnis präsentiert eine aktuelle Studie.

Das Bauhauptgewerbe war die erste Branche in Deutschland, in der ein Mindestlohn auf der Grundlage des Arbeitnehmerentsendegesetzes (AEntG) eingeführt worden ist. Das ist mittlerweile fünfzehn Jahre her.

Im Jahr 1997 wurde die Lohnuntergrenze in dieser Branche im Westen mit 8,69 Euro und im Osten mit 8,00 Euro angesetzt. Inzwischen liegt der Mindestlohn bei 11,05 Euro (West) und 10,00 Euro (Ost).

Welche Auswirkungen der Mindestlohn im Bauhauptgewerbe hatte, wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) untersucht. Das Fazit lautet: Negatives gibt es nicht zu berichten.

Die Beschäftigten in den neuen Bundesländern profitierten stärker vom Mindestlohn als die Kollegen in den alten Bundesländern: Denn zuvor erhielten im Osten fast 24 Prozent der Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe einen Stundenlohn unterhalb dieser Grenze. Im Westen lagen nur knapp 4 Prozent der Lohnempfänger unter dieser Grenze.

Sowohl im Osten als auch im Westen sind die Einkommen der Geringverdiener seit Einführung des Mindestlohns mehr gestiegen als die Einkommen, die über dieser Grenze lagen.

Einen Kurzbericht der gemeinsamen Studie "Mindestlohn im Bauhauptgewerbe" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) stellt das IAB zur Verfügung. Der Endbericht der Evaluationsstudie steht ebenfalls als PDF-Datei (5,8 MB) für Interessierte zum Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.


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