Ehlers u.a. zur notwendigen Ausgestaltung der Unternehmensnachfolgeplanung
Kurznachricht zu "Die strategische Unternehmensnachfolgeplanung" von Prof. Dr. Harald Ehlers und StB/WP Dirk Meimberg und StB Mathias Pohl, original erschienen in: NWB 2012 Heft 34, 2783 - 2790.
Die Notwendigkeit der frühzeitigen Beschäftigung mit der Nachfolgeregelung wird anhand eines Beispielsfalles verdeutlicht, nach dem ein spezialisierter Einzelunternehmer mit zweiter Ehefrau, dessen Tochter im Geschäft mitarbeitet und dessen Sohn beruflich andere Wege geht. Zunächst stellen die Autoren die Lage dar, die ohne Regelungen bei einem plötzlichen Versterben des Unternehmers entstände: Unter anderem würden die Erben unbeschränkt haften, alle wären zur Geschäftsführung berechtigt bzw. könnten Einspruch gegen Geschäftsführungsmaßnahmen einlegen (§ 114 Abs. 1 HGB) und jeder könnte die Auseinandersetzung (§ 2042 BGB) verlangen, sodass bei den fehlenden liquiden Mitteln der Zwangsverkauf des Unternehmens anstände.
Um dies alles zu vermeiden sollte zunächst eine Notfallregelung getroffen werden, z.B. eine Testamentvollstreckung angeordnet oder beispielsweise einem erfahrenen Mitarbeiter eine ausreichende Vollmacht erteilt werden. Dann sollte die langfristige Nachfolgeregelung angegangen werden. Gewünscht wird meistens eine vernünftige Versorgung des alten Unternehmers und seiner Frau, eine gleichmäßige Vermögensverteilung auf beide Kinder und gegebenenfalls die Chance des mitarbeitenden Kindes auf die Geschäftsführung. Zu bedenken seien auch die Möglichkeiten der Schenkung des Unternehmens an die Kinder, der Gründung einer Familienstiftung und des Verkaufes des Unternehmens an Mitarbeiter oder Dritte.
Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.

