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Web 2.0: Personalgewinnung im Mittelstand

92 Prozent der unter 30-jährigen Internetnutzer sind Mitglied in einem sozialen Netzwerk, 85 Prozent nutzen ihr Profil auch aktiv. Dies geht aus einer Studie des Branchenverbandes Bitkom hervor. Gerade für mittelständische Unternehmen, die wegen des demografischen Wandels nur noch schwer freie Stellen besetzen können, bietet die Personalsuche über soziale Medien viele Vorteile. Doch bislang werden sie zu selten genutzt.

Brachliegendes Potenzial bei Mittelständlern

"Der Mittelstand ist das Herz der Sozialen Marktwirtschaft und der Motor für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland", so steht es auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Die These untermauert das Ministerium mit Fakten: 99,7 Prozent aller deutschen Unternehmen sind mittelständisch, rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten bei ihnen.

Kleine und mittlere Unternehmen laufen jedoch Gefahr, beim Wettbewerb um junge Talente ins Hintertreffen zu geraten. Denn im Vergleich zu großen Konzernen zeigen sich einer aktuellen Allensbach-Studie zufolge gravierende Unterschiede bei den Rekrutierungsmaßnahmen. Die Personalgewinnungs-Strategien der KMU seien weit weniger diversifiziert als bei Großunternehmen und stützten sich immer noch stark auf klassische Instrumente wie Zeitungsinserate, heißt es in der Studie weiter.

Vorteile, die das Web 2.0 KMU bieten kann

Dabei bieten soziale Medien wie Twitter, Blogs und Co. gerade kleinen Unternehmen große Vorteile bei der Personalsuche. Oftmals werden beispielsweise das gute Betriebsklima und der persönliche Kontakt zu den größten Vorteilen der Mittelständler gezählt. Das Web 2.0 bietet ihnen hier zum einen die Möglichkeit, einen bereits bestehenden persönlichen Kontakt auf neue Kanäle auszuweiten. Zum anderen sind für einen überzeugenden Internetauftritt samt damit verzahnten Social-Media-Kanälen keine großen Investitionen nötig.

Darüber hinaus erreichen die Unternehmen auf diesen Wegen große Nutzergruppen innerhalb kürzester Zeit. Im Idealfall kann man die Algorithmen der Netzwerke für sich arbeiten lassen. Nutzer von Plattformen wie Xing beispielsweise erhalten automatisch Stellenanzeigen vorgeschlagen, die zu ihrem Profil passen. Zu guter Letzt beweisen die Unternehmen mit ihren Social-Media-Aktivitäten Modernität und Medienkompetenz.

Den größten Fehler, den KMU dabei begehen können, ist, sich unüberlegt in dieses "Abenteuer" zu stürzen. Nicht alles passe zu jedem Unternehmen, so Anja Bergemann von Kokon Marketing in einem Fachbeitrag für das Portal "Perspektive Mittelstand". Der Einstieg erfordere "gründliche Vorüberlegungen und ein stimmiges Gesamtkonzept".

Innovative Wege beschreiten

Über die gängigen Netzwerke und interaktiven Elemente im Internet hinaus bieten sich für KMU weitere Möglichkeiten, potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam zu machen. So werden nach wie vor viele Stellen über persönliche Kontakte vermittelt, auch wenn sich die Kommunikationsformen geändert haben. Eine Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiter, die Twitter, Facebook und Co. möglicherweise ohnehin schon privat nutzen und sich bei Mittelständlern meist stark mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, kann sich positiv auf die Suche auswirken.

Mittlerweile haben sich auch die Betreiber von sozialen Communitys auf die Anforderungen der Unternehmen eingestellt. So berichtet Gudrun Herrmann von der Plattform LinkedIn in einem Beitrag für das Recruiting-Blog "Wollmilchsau" von neuen Lösungen, die das Suchen und Finden von Fachkräften möglichst effizient gestalten sollen. So könne der sogenannte "Recruiter" beispielsweise Kandidaten nach dem Ort, ihren Arbeitserfahrungen, aber auch der Dauer seit ihrer letzten Beförderung herausfiltern.

Fördermöglichkeiten, speziell auf KMU zugeschnitten

Zurück zum Bundeswirtschaftsministerium: Das hat einige Programme und Maßnahmen zur Stärkung der IKT-Kompetenz mittelständischer Unternehmen ins Leben gerufen, um sie auf ihrem Weg ins Web 2.0 zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem die Förderinitiativen "eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen" und "e-Standards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern".

Weiterführende Informationen zum Thema:

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.


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